29/9/2009
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Vita

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Henrik Wiese wurde 1971 in Wien geboren und wuchs in Hamburg auf. Er ist Synästhetiker, d.h. er hört Farben. Angezogen von dieser irrealen Farbwelt und den durch sie hervorgerufenen Emotionen, kaufte er sich mit zehn Jahren seine erste Flöte und brachte sich die Grundlagen des Flötenspielens zunächst selbst bei. Bald darauf erkannte Prof. Ingrid Koch-Dörnbrak (Hamburg) seine ungewöhnliche Begabung und seine eigenwillige Persönlichkeit und nahm sich seiner an. Nach dem Abitur studierte er bei Prof. Paul Meisen (München) und war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Nach nur fünf Semestern Studiums wurde Henrik Wiese 1995 an der Bayerische Staatsoper (München) als Soloflötist engagiert. 2006 wechselte er auf dieselbe Position ins Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (München).

Henrik Wiese wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. beim Deutschen Musikwettbewerbs (1995), bei den internationalen Wettbewerben in Kobe/Japan (1997), Markneukirchen (1998) und Odense/Dänemark (1998) sowie beim internationalen ARD-Wettbewerb in München (2000).
Als Solist trat Henrik Wiese beispielsweise mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Bayerischen Staatsorchester, dem Rundfunk-Sinfonieorchester (Berlin) und der NDR Radiophilharmonie (Hannover) auf. Konzertreisen führten ihn nach Nord- und Südamerika, Asien (vor allem Japan) und durch Europa. Mit großer Begeisterung widmet er sich außerdem der Kammermusik und tritt auch mit der Traversflöte auf. Seine Diskographie enthält Kammermusikwerke von Bach bis Piazzolla.
1998-1999 übernahm Henrik Wiese kommissarisch eine Professur an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Er gab Meisterklassen in Argentinien, Bolivien, Brasilien, Deutschland, Japan, Korea und Taiwan.

Henrik Wiese ist als Herausgeber aktiv. Die seit 1997 bestehende Zusammenarbeit mit dem G. Henle Verlag in München konzentriert sich vor allem auf die Musik Mozarts. Das von Henrik Wiese vervollständigte Rondo-Fragment für Horn und Orchester KV 412 erfreut sich wachsender Beliebtheit und wird immer häufiger mit Orchester aufgeführt. Bei Breitkopf & Härtel gab Henrik Wiese die Flötenkonzerte von Mozart heraus. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Kammermusikschaffen des vielfach unterschätzten Bach-Schülers Johann Philipp Kirnberger, dessen Gesamtausgabe der zehn Flötensonaten Henrik Wiese für den Amadeus Verlag erarbeitet hat. Seine Recherchen haben außerdem wichtige, bislang unbekannte Quellen zu Mozarts Flötenquartett KV 285b und Carl Reineckes Flötenkonzert op. 283 zutage gefördert.

Henrik Wiese hat außerdem ein Studium der Sprachwissenschaften und Musikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München absolviert. Die Veröffentlichung seiner Magisterarbeit über "Lateinische Verbotssätze des Typs ne fecisse velit" ist noch für 2009 geplant.


Biographien


Interviews


Curiosum

Heinrich Dietrich Wiese (1676-1728) war 1720 bis 1728 Bürgermeister der Hansestadt Hamburg. Zu seinem Ableben komponierte Georg Philipp Telemann die Trauermusik TWV 4:3 .