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"...Der Solist Henrik Wiese gesellte sich dann beim B-Dur-Flötenkonzert von C.Ph.E. Bach zum Orchester. Dabei integrierte er sich in einem selten zu hörenden Maße mit seinem weichen, wendigen Flötenton in den Gesamtklang. Wiese kann aber auch, wie beim zweiten Solo des Kopfsatzes, unaufdringlich mit virtuoser Technik auftrumpfen, ohne dabei den Charme seines Tones zu verlieren. Im Adagio gelang Orchester und Solist ein intimer Dialog.
Wiese hat ein Concerto für Flauto d'Amore von Molter ausgegraben, einem fruchtbaren, aber in Vergessenheit geratenen Instrumentalkomponisten des 18. Jahrhunderts. "Liebesflöte" nannte man, analog zur Oboe d'Amore, eine um eine Terz tiefer klingende Querflöte. Wiese spielte dieses virtuos angelegte Concerto zwar nicht auf einem originalen As-Instrument sondern einer Altflöte (G), doch schmeichelnder, mehr d'amore, hätte der langsame Mittelsatz nicht klingen können. .."
"Sich zurücklehnen und einfach nur genießen konnten am Samstagabend die Zuhörer des zweiten Kammerkonzerts des Wörthseer Konzertvereins...
Schon bei Bachs Triosonate F-Dur, gespielt von Flöte, Bratsche und Cello, war sogleich die große Harmonie unter den Musikern spürbar. Vor allem Henrik Wiese prägte das Stück durch sein filigranes, nuancenreiches Spiel...
Inspiration zum Stück fand Reger in Mozarts Flötenmusik. Die wurde mit dem Quartett für Flöte, Violine, Viola und Cello D-Dur KV 285 präsentiert. Sein Adagio wird als das schönste begleitete Solo angesehen, das je für Flöte geschrieben wurde. Und wieder entlockt Wiese seiner Flöte virtuos die sanfte, bezaubernde Melodie..."
"Vollendete Klangschönheit - Fulminanter Kammerkonzertabend in Wörthsee
...Mit tiefer Altflöte, Viola und Cello in der Triosonate F-Dur von Carl Philipp Emmanuel Bach sorgten die sichtlich vergnügten Musiker erst einmal für eine warme Temperierung. Die enge Führung der Stimmen im tiefen Bereich hatte etwas ungemein Herz erwärmendes, zumal schon hier deutlich wurde, was den Abend bestimmen sollte: Klangbalance von unnachahmlicher Schönheit. Ensemblespiel in höchster Meisterschaft also, das in seiner großartigen Homogenität trotzdem überraschend wendig und flexibel blieb. Der Sprung zu Max Reger und der Serenade G-Dur op. 141a, jetzt im hohen Bereich mit Flöte, Violine und Viola, war schon sehr groß, nicht nur zeitlich. Der Charakter des Stücks war Welten von dem Bachs entfernt, ging es doch nun um strahlende Heiterkeit.
Mit dem Quartett D-Dur KV 285 konnte Mozart sich in diese Stimmung überaus harmonisch einreihen, denn von Heiterkeit verstand er nun wirklich viel. Sein Gelegenheitswerk für Flöte und Streichtrio war darüber hinaus offenbar auf reines Vergnügen ausgelegt. Und auch hier ging es wieder um klangliche Schönheit, diesmal allerdings mit einer solistischen Dominanz im Flötenpart. Wiese brachte den Klang in effektvoller Virtuosität wunderbar zum Leuchten, ohne die Gesamtwirkung auch nur einen Augenblick außer Acht zu lassen...
In der Zugabe dann ein kleines Konfekt mit der Flöte im Part der ersten Violine mit dem Schlusssatz der ersten Salzburger Serenade KV 136 von Mozart. Ein fulminantes Finale eines großen Kammermusikabends."
"...In Wennigsen spielten sich die Musiker mit Werken von Joseph Haydn, Franz Schubert und Carl Maria von Weber in die Herzen der Zuhörer und begeisterten wohl nicht wenige Besucher für die moderne, rhythmische Kompositionsweise des Franzosen Olivier Messiaen. Tosender Applaus und Bravo-Rufe waren das Echo..."