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"... Der junge Flötist Henrik Wiese brillierte im anschließenden B-Dur-Konzert von Johann Melchior Molter. Wiese, der in seiner noch kurzen Karriere zahlreiche Preise errungen hat, spielte mit bestechender Technik. Die schöne Phrasierung wurde durch den warmen Klang seiner Flöte unterstützt.
... Das Programm endete mit Johann Sebastian Bachs Ouvertüre Nummer 2 in h-Moll, die erneut Wiese als Solisten in den Vordergrund stellte. Die in atemberaubenden Tempo gespielte Badinerie war der Höhepunkt eines Konzertnachmittags, der durch die hohe künstlerische Qualität aller Beteiligten geprägt war..."
"... Kein Wunder, dass sich das Spiel des Flötisten Henrik Wiese, in den klanglichen Ablauf bestens einfügte. Geradezu beschwörend, als würde er sich in die Töne hineinstemmen, dann wieder leicht tänzelnd, als wolle er auf den Tönen davonfliegen, interpretierte Wiese den Solopart in der Ouvertüre Nr. 2 h-Moll von Johann Sebastian Bach oder ... den Part der heute ungebräuchlichen „Flauto d’amore“ in Johann Melchior Molters B-Dur-Flötenkonzert. Das Publikum war fasziniert von dem Spiel des Solisten, der um eine Zugabe (ein Adagio aus einem Loeillet-Konzert) nicht umhin kam..."
"...Dass Henrik Wiese sein Instrument virtuos und äußerst subtil spielt und der Pianist [Olaf Dreßler] allen Stücken ein gelöstes, gleichwohl sorgfältig ausdrucksstarkes Spiel zukommen ließ, konnte man an der Reaktion des Publikums im vollbesetzten Rathaussaal erkennen. Die beiden Instrumentalisten hatten ihre Zuhörer völlig in den Bann geschlagen...
Henrik Wiese zelebrierte anmutige Schönheit, strahlende Klangkaskaden, feine Arabesken und kammermusikalische Feinarbeit..."
"... Lehrbuchartig lässt sich seine Haltung und Fingertechnik vor allem bei der Sonate es-Moll für Flöte und Basso continuo von Johann Philipp Kirnberger bezeichnen. Mit atemberaubender Geschwindigkeit brillierte er selbst bei den schwierigsten Läufen des Bach-Schülers und ließ dabei mit ungeminderter Geschmeidigkeit seine Finger über die Klappen sausen..."
"... Weite Schleifen gestaltete Henrik Wiese im Adagio des e-Moll-Konzerts [von J.S. Bach]. Hier war Lyrik angesagt, feinnervig, zart in den Linien.
...Selbst im schnellsten Lauf blieb der Ton weich und warm timbriert..."
"... Jirí Malát und seine Mannheimer gingen gleich zu Beginn mit soviel Schwung und Überzeugungskraft an Johann [Carl] Stamitz' ... Konzert für Flöte und Orchester G-Dur, dass keinerlei Zweifel an der Bedeutung dessen blieben, was der junge Salzburger Musikus damals in der kurpfälzischen Residenzstadt für sich entdecken konnte. Mit Henrik Wiese war zudem ein Flötist gefunden, der dem voll kleiner einfallsreicher Wendungen steckenden Stück nicht weniger Konzentration schenkte wie im zweiten Teil Mozarts Frühklassiker. Mit Frische und Mut zu eigenwillig aber stets stimmig pointierten Tonakzenten begegnete der junge Soloflötist des Bayerischen Staatsorchesters Wolfgang Amadeus Mozarts Konzert für Flöte und Orchester G-Dur und erwies sich dabei als Magier zart ausgekosteter Piani ..."
"...Das Konzert für Flöte und Orchester G-Dur KV 313 von Wolfgang Amadeus Mozart war ein würdiger Tummelplatz für die technische Virtuosität und die hohe Phrasierungskunst des jungen Soloflötisten der Bayrischen Staatsoper Henrik Wiese..."