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"Um es vorweg zu sagen: Die recht zahlreich erschienenen Hörer kamen in einen Konzertgenuss der Extraklasse... Henrik Wiese zeigte sich als ausdrucksvoller Meister seines Fachs, der alle technischen und ansatzbedingten Schwierigkeiten beherrscht, für den Vierteltöne und genaues Überblasen, vielfältige dynamische Schattierungen kein Problem sind..."
"Feinsinniges Spiel von zwei Großen
Den ersten Teil beherrschten zwei Sonaten von Bach. Die Harfe übernahm den cembalesken Klavierteil, der nicht nur als Ganzheit gegenüber der Flöte obligat, sondern auch in sich kontrapunktisch strukturiert war. Dies alles mit glänzend souveräner Leichtigkeit und künstlerischer Sinngebung. Ebenso der Flötist, der mit warmen, strahlendem Ton der immensen Bewegung zu beredtem Ausdruck verhalf."
"...Im Domine Deus [der Messe in h-Moll von J.S. Bach] erstaunte Münchens geschmackvollster Soloflötist, Henrik Wiese vom Staatsorchester, mit endlosen Linien ohne Luftschnappen; eine spezielle Atemtechnik machte es möglich..."
"Ein junger Zauberflötist spielt betörend
Mit einem herausragenden Konzerterlebnis eröffnete die Mozart-Gesellschaft am Sonntag im Opemhaus ihre Matinee-Reihe im neuen Jahr...Ohne Zweifel der Höhepunkt der Matinee war der Auftritt des jungen Flötisten Henrik Wiese mit dem Konzert D-Dur KV 314 von Mozart. Man fühlte sich an die "Zauberflöte" erinnert: "Wie stark ist nicht dein Zauberton!" Wiese besitzt die nicht üppig verteilte Gabe, mit seinem Instrument singen und so atemberaubende Momente schaffen zu können. Vom einfühlsamen Orchester begleitet, moderierte er kunstvoll jede Phrase und verdeutlichte glaubhaft die musikalischen Affekte...
Der Beweis wurde erbracht: Musik der Wiener Klassik kann immer noch spannend sein, mögen sich die Zeiten auch ändern."