
bis 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005
"...Der renommierte Flötist Henrik Wiese spielte Solokonzerte von Johann Joachim Quantz und Johann Sebastian Bach. Die Ecksätze des Werkes von Quantz, der Flötenlehrer Friedrich des Großen war, sind ganz auf brillantes Spiel konzipiert. Dem zeigte sich Wiese mit glänzender Technik und schlackenfreiem Ton vollauf gewachsen. Auch die sanglich beschauliche Stimme des Mittelsatzes blies er mit Ausdruck.
Von den impulsiv musizierten Rahmensätzen des ebenso spielfrohen Werkes von Bach hob sich das dynamisch fein differenzierte Adagio wirksam ab..."
"...Henrik Wiese spielte den Solopart mit unaufdringlicher Virtuosität und ansprechender musikalischer Eloquenz. Mit Bachs Konzert für Flöte, Streicher und Continuo e-Moll BWV 1059 brillierte er nach der Pause im Prunkvollen Marmorsaal noch einmal nachhaltig..."
"...Was bei Henrik Wiese zuerst auffällt, das ist die sehr bestechende, sehr beneidenswerte Verbindung von präzisem Intellekt und wunderbarer Klarheit des Gefühls, von höchster Bewußtheit und Kontrolliertheit der Gestaltung und ganz natürlichem Ausdruck; was man mit steigender Bewunderung merkt, das ist der hohe Ernst, die großartige Sensibilität und prägnante Kunst der Phrasierung, die Nuancen entfaltet und mit der Ökonomie des Gesamtplans in Einklang zu bringen versteht. Daß ihm dabei ein wunderschön warmer, weicher und wandlungsfähiger Ton zu Gebote steht, eine vielseitige, virtuose und elegante Technik, versteht sich von selbst..."
"Ein Kammermusikabend vom Feinsten
Einfach brillant: Henrik Wiese (Flöte), Jan Philip Schulze (Klavier), Yves Savary (Violoncello)... Ihre Musik war so erfrischend lebendig, eigenwillig und aus der Musik heraus gestaltet, daß die Spannung im Publikum keinen Moment nachließ. Jedes Detail lebte, jede Verzierung wurde eingeschmolzen in den melodischen Gestus. Man atmete zusammen und sprach dieselbe Sprache..."
"...Wieses Ton ist ein Traum: Beseelt und schön bis ins entlegenste Detail. Die Sanglichkeit bedrängtt die Einbildungskraft des Hörers, macht besoffen. Kein Wunder, daß ein so außergewöhnlich flexibler Virtuose keine stilistischen Grenzen kennt..."
"...Das ausgewogene, bis in die Kadenzen hinein fein modellierte Klangbild ... setzte sich auch in Mozarts Konzert für Flöte und Harfe ... fort. Hier konnte der gebürtige Hamburger Henrik Wiese und die Harfenistin der Kieler Philharmoniker Gesine Dreyer ihr höchst inspiriertes Zusammenspiel demonstrieren. ... Henrik Wieses klarer, nuancenreicher Ton, sein intonationssicheres, bis in jedes Phrasenende hinein sensibel artikuliertes Musizieren fand in Gesine Dreyers virtuosen und betont melodischem Spiel ein ideales Pendant..."
"...Doch was Henrik Wiese aus seiner Flöte ... hervorzauberte, grenzte immer wieder ans schlicht Unglaubliche. Hinzu kam noch, wie er das machte: Körper- und Augensprache schien seinem Vortrag Worte des interpretierenden Erläuterns zu verleihen..."
"...Wiese hat das seltene Talent, den Charakter einer Melodie mit natürlichem Gespür zu erfassen und herauszustellen, sei es die bestechende Klarheit Georg Friedrich Händels, die heitere Unmittelbarkeit Wolfgang Amadeus Mozarts oder die Verzwicktheit Paul Hindemiths. Wiese spielt mit einer Überzeugungskraft, als sei keine andere Interpretation denkbar..."
"...Carl Philipp Emanuel Bachs D-Moll-Konzert ... bot dem Solisten Henrik Wiese Gelegenheit, seine instrumentale Meisterschaft zu demonstrieren. Wiese ist im besten Sinne des Wortes ein Virtuose, der den Geist des Werks auf der Basis stupender Technik freilegt..."
"...Mit technisch brillantem, tonlich ausdrucksvollem und modulationsfähigem Spiel bewies der junge Flötist [Henrik Wiese], daß er mit seinem zarten Instrument durchaus erfolgreich gegen die Fluten eines romantischen Orchesters ankämpfen kann, dessen Blechbläser ihn im ersten Satz manchmal in die Enge treiben wollten. Größere Chancen wurden ihm in dem an Bach gemahnenden langsamen Mittelsatz geboten. Er wurde wunderschön ausmusiziert, und im fröhlichen Kehraus des Finale zeigte sich Henrik Wiese endgültig als Sieger im klanglichen Wettstreit, wofür er mit herzlichem Beifall belohnt wurde...
"...Zunächst trat Henrik Wiese ... mit dem Konzert D-Dur für Flöte und Orchester von Carl Reinecke hervor. Diese ganz auf den Solisten zugeschnittene Komposition ... bot ... Wiese reichlich Gelegenheit, seine Virtuosität und lyrische Gestaltungskunst zu demonstrieren. Da besonders Wieses schöner, von einer sehr ruhigen Atemführung getragener Ton beeindruckte, wußte der zweite Satz 'Lento e mesto' mit seinen weitausschwingenden Kantilenen am stärksten für sich einzunehmen..."
"...Wiese dürfte bald zur Elite der Flötisten gehören. Sein Ton schwingt frei aus, besitzt in der Tiefe ein warmes Volumen. Die Phrasierungen werden von den Bewegungen des Körpers mitgetragen..."
"...Vier solistische Flöten im ersten Stück, nur eine im zweiten - aber was für eine! Der 24jährige Henrik Wiese servierte das Konzert des Dänen Carl Nielsen: mit einer selbstverständlichen Virtuosität, präzise und klar im Ton..."
"...An Ausdruck ließ es Henrik Wiese ... nicht fehlen. Nach seiner suggestiven Aufführung des Flötenkonzerts von Ibert, begleitet vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Hanns-Martin Schneidt, mochte man fast meinen, daß der berühmte flötenspielende Rattenfänger von Hameln wieder auferstanden sei..."
"...Erst 23 Jahre alt und schon ein begnadeter Solist - der gebürtige Wiener Henrik Wiese begeisterte mit einer perfekten Interpretation des hochvirtuosen Flötenkonzerts von Jacques Ibert..."
"...Als Solist des Mozart-Flötenkonzertes Nr.1 in G-Dur begeisterte der gerade 20jährige Hamburger Henrik Giesen [Druckfehler!] das Publikum. Unter klarer, leichter Tongebung perlten virtuose Läufe und gelangen die großen Bögen des lieblichen Adagios..."
"...Die imposanteste Leistung gelang Gesine Dreyer in Mozarts Konzert für Flöte und Harfe. Für den (perfekten) Flötisten Henrik Wiese war's fast ein Spaziergang, für die Harfenistin dagegen ein olympischer Hürdenlauf..."